Photografix Edel & Exklusive
Photografix Edel & Exklusive Model-Suche
Fragen? Antworten!

Tinas Erfahrungsbericht

Ich möchte heute mal meine Erfahrungen niederschreiben, die ich mit dem Modeln gemacht habe. Da ich in der Modelbranche jetzt auch Selbstständig bin, und darüber viel zu berichten habe, bereitet euch auf einen etwas längeren Bericht vor.

Was ist ein Model?
Ein Model ist eine Person, egal ob Mann oder Frau, die sehr gut aussieht und mit dem Aussehen Geld verdient. Sie lässt Aufnahmen von sich machen oder präsentiert Mode, und kriegt meistens einen Stundenlohn, Tagesgage oder einen pauschalen Betrag, der verschieden hoch ausfällt.

Was für Models gibt es?
Models gibt es für verschiedene Bereiche; für Fotos in Katalogen, Zeitschriften (Printmedien), für den Laufsteg (Catwalk) und für den Erotik Bereich, wobei Ich bewusst Erotik ( Teilakt, Akt) Schreibe und nicht den Porno Bereich im Internet meine.

Models für Catwalk sind meistens bei Agenturen unter Vertrag, die ihren Sitz in den großen Städten zum Beispiel Berlin, Paris, New York oder München haben. Bei diesen besagten Agenturen haben meistens nur Mädels ab einer Körpergröße von 173cm eine Chance. Bei Männern liegt die Mindestgröße bei 182 cm. Die Größenangaben sind vorgegeben, da den Models sonst die Sachen, die sie auf dem Catwalk tragen, nicht passen würden. Catwalkmodels gibt es für die Bereiche Fashion, Dessous und Underwear ,und öfter auch für Beauty zur Verfügung, wobei bei Beauty allerdings nicht unbedingt eine Größe vorhanden sein muss. Wird ein Model über die Agentur gebucht, werden dem Model zwischen 15-25% der Gage abgezogen, die die Agentur einbehält, sozusagen als Provision oder Vermittlungsgage.

Models für Kataloge und Zeitschriften kann man manchmal sogar schon durch Zufall werden, so wie es bei mir war. Durch eine Internetmodelagentur wurde ich von einem Scout angeschrieben, der immer neue Models für Kataloge sucht. Diese Art Models sind aber auch sehr häufig bei den großen Modelagenturen „eingetragen“ ,und werden über die Agentur gebucht.

Fotomodels werden meistens von Fotografen über Zeitungsanzeigen, private Homepages, Internetmodelagenturen oder auch den, wie oben schon erwähnt, großen Modelagenturen. Eingesetzt werden sie für Fotos, öfter auch für Printmedien, private Referenzen der Fotografen und auch in digitaler Form für das Internet; meistens dann für Payseiten wo der Benutzer zahlen muss, wenn er mehr sehen will. Fotomodels gibt es in den Bereichen Portrait, Mode, Dessous und Beachwear, Erotik (auch Hardcore) und auch Detailaufnahmen wie Hände, Füße, Gesicht, Zähne und Haare.

Wie wird man Model?
Das ist wohl die Frage, die sich die meistens stellen, aber so schwer ist es gar nicht. Jeder kann sich im Internet bei einer Internetmodelagentur anmelden und dort seine Fotos hochladen. Vorher muss man allerdings einen Fragebogen ausfüllen wo man Maße, Größe, Name, Wohnort, Gewicht und alles was dazu gehört eintragen muss. Ist also eine Sache von 5 Minuten, und meistens wird man sofort oder nach 1-2 Tagen freigeschaltet und kann von Fotografen oder Firmen Aufträge bekommen. Der Vorteil an Agenturen im Internet ist, dass sich dort alle Typen von Menschen, also egal ob groß, klein, dick oder dünn, anmelden können; eine Mindestgröße oder Idealkonfektion gibt es dort nicht.

Viel schwerer wird es da bei den Agenturen, bei denen man unbedingt eine Mindestgröße braucht, also den „richtigen“ Modelagenturen. Dort kann man sich oft aber auch online bewerben; die Adressen dazu gibt es im Internet oder in den gelben Seiten. Dort schickt man dann am besten seine ganze Bewerbungsmappe ( auch Vita genannt) mit Referenzen, allen möglichen Daten zu der besagten Person, und am besten noch ein kleines Bewerbungsschreiben hin.

Dort eine Absage zu erhalten ist allerdings sehr wahrscheinlich, wenn man deren Anforderungen nicht entspricht oder schlechte Fotos schickt, sind also ziemlich wählerisch. Wenn man das Glück hat und doch eine positive Antwort von denen erhält, wird man zu denen eingeladen um ein Probeshooting zu machen, damit die sehen können, wie man sich vor der Kamera bewegt.

Eventuell werden auch noch mal Maße genommen und gefragt, für was für Bereiche das Model gerne arbeiten möchte. Ein paar Tage später kriegt man dann bescheid ob man bei der Agentur aufgenommen wird oder nicht, falls nicht, ab zur nächsten, falls doch, wird ein Vertrag aufgesetzt. Ich weiß allerdings nicht, was dort drin steht, da ich so einen noch nie hatte.

Neben den Agenturen kann man sich auch noch für Castings bewerben, allerdings ist da die Chance, alle Teilnehmer/innen auszustechen sehr gering. Gecastet wird meistens für besondere Fotoaufträge in den Medien oder für Prospekte.

Wie läuft ein Shooting ab
Eigentlich immer ganz locker. Bevor ein Shooting gemacht wird, wird ausgemacht, was für Aufnahmen gemacht werden und wie lange es dauert. Der Fotograf und das Model suchen dann eine geeignete Location für die Fotos, das kann Indoor (in einem Studio oder zu Hause) aber auch Outdoor (draußen in der freien Natur) sein.

Bei den etwas professionelleren Models kommt vorher eine Visagistin zum Einsatz, die einen ins rechte Licht rückt. Übrigens besitzen auch einige Fotografen schon eine, jedenfalls die, die sich das leisten können. Steht keine zur Verfügung muss man sich selber schminken.
Ganz egal, ob eine Visagistin dabei ist oder nicht, geht dann das Shooting los. Meistens dauert es 4 - 6 Stunden, kann aber auch schon mal länger sein.


Bei einem Newcomer model hilft der Fotograf meistens noch mit, und gibt Anweisungen wie sich das Model hinstellen und Posen soll. Bei denen, die schon etwas mehr Ahnung und Shootings hatten, sollte das Posen kein Problem darstellen, darum greift der Fotograf auch selten ein. Aber Ihr wisst ja bei jedem Shooting lernt Ihr auch!

Wieviel Geld kann ich verdienen?
Wohl die berühmteste Frage. Wie viel man verdienen kann, hängt von vielen Faktoren ab: Wie viel Erfahrungen man im Modelgeschäft schon gemacht hat, (bei Anfängern sollte die Erfahrung die Ihr sammelt im Vordergrund stehen, denke daran Du lernst jedes Mal dazu) was für Aufnahmen gemacht werden(Topless, Erotik oder ähnliches), wofür sie genutzt werden und wie viel Stunden das Shooting umfasst.


Mit den Verdiensten von Laufstegmodels kenn ich mich leider nicht aus, und bevor ich was Falsches schreibe, las sich es lieber ganz.

Es ist natürlich klar, dass für Erotikaufnahmen mehr bezahlt wird als für Aufnahmen in anderen Bereichen…

Wie finde ich Fotografen?
Wer sich entschlossen hat zu modeln, muss viel dafür tun. Grade wenn man neu in der Branche ist heißt es, sich bei jeder Internetmodelagentur anmelden und suchen , suchen , suchen. Dort sind nämlich meistens auch Fotografen angemeldet, die man nach einem Shooting fragen kann. Man kann aber auch auf Google gehen und dort Fotografen oder Models gesucht eingeben: da findet sich dann auch immer schon eine ganze Menge.

meine Erfahrungen mit den Model
Ich habe da etwas gemischte Gefühle. Ich habe mit 14 angefangen im Internet zu modeln. Ein wenig später ungefähr mit 15 lernte ich im Internet einen Fotografen aus Nürnberg kennen, der an einem Shooting mit mir interessiert war. Natürlich ging ich drauf ein. Bei Ihm angekommen schickte er uns zum umziehen und machte Bilder, erst in kurzen Hosen und Tops und Teilakt.

Nach einigem hin und her holte ich 2 Monate später einen Gewerbeschein und machte mich Selbstständig, als Model und mit meiner eigenen Web Seite (Payseite) und eigener Internemodelagentur, um es besser zu machen. Bisher klappt es gut, ich habe ,mich eingeschlossen, noch 2 andere Models unter Vertrag, die auch Payseiten bei mir haben. Ich bin froh diesen Weg gegangen zu sein, und bin auch erfreut darüber, dass ich es machen kann und dass alles so gut klappt, auf eine lange Zukunft.

Tipps
Ich möchte denen, die vielleicht gerne modeln möchten, noch einige Tipps an Herz legen, um vor Reinfällen zu schützen. Du willst vor dem Spiegel üben? Wenn es dir Spaß macht und deine Selbstsicherheit hebt, bitte sehr. Bedenke aber, dass du am Set keinen Spiegel hast und du auch Posen einnehmen wirst, die du nicht geprobt hast.

Vor dem Shooting solltest du alles schon mal mit dem Fotografen besprechen. Lass dir den Ablauf des Shootings schildern. Löchere ihn mit Fragen. Erklär ihm deine Ideen. Lass dir Arbeiten von ihm zeigen, wenn dir die Auswahl auf der Homepage zu gering war. Frag ihn, welche Accessoires er hat, vielleicht entstehen gemeinsam noch ein paar gute Bildideen.

Nimm nicht den eifersüchtigen (!) Partner mit oder einen Hobbyknipser, der theoretisch ganz genau weiß wie ein gutes Foto auszusehen hat und dauernd mitreden möchte.

Trage keine zu enge Wäsche zum Fototermin. Druckstellen bleiben stundenlang sichtbar und machen sich auf den Fotos nicht besonders gut.
Nicht nur bei Aktaufnahmen, auch bei Dessous aufnahmen. Die Träger verschiedener Wäsche zeichnen sich an verschiedenen Stellen ab.
Ein Fotoshooting bedeutet nicht nur für den Fotografen sondern auch für das Model eine anstrengende Arbeit - auch wenn sie Spaß macht.
Müdigkeit sieht man schnell am Gesichtsausruck. Lieber öfters eine kurze Pause als wenige lange.


Nimm dir genug Zeit für das Shooting. Bei einem Hobbyfotografen gilt nicht: Zeit ist Geld, sondern Zeit bedeutet: mehr, und, da du lockerer wirst, bessere Bilder.

Bei Akt- oder auch leichtbekleideten Aufnahmen ist es ratsam, sich einen Bademantel oder Jogginganzug für die Pausen mitzunehmen. Im Studio ist es sehr warm; außerhalb, bei normaler Raumtemperatur kann man sich dann leicht erkälten.

Alle die sich jetzt entscheiden sollten, es mal zu probieren, wünsche ich viel Erfolg.

Fazit: bei Alexander von Photografix seid Ihr in Guten Händen…

Nemo33 | AGB - Reise| Kontakt | ©2001 hvm-berlin.de